Wolfsburger randaliert wegen Vermieter-Streits

Wolfsburg.  31-Jähriger aus Wolfsburg steht vor Gericht. Sein Vermieter sagt: "Teilweise haben wir zweimal in der Nacht die Polizei gerufen.“ 

Noch nach dem Auszug soll der Wolfsburger  Eigentum seines ehemaligen Vermieters zerstört haben.

Noch nach dem Auszug soll der Wolfsburger Eigentum seines ehemaligen Vermieters zerstört haben.

Foto: Andrey Popov / Andrey Popov - Fotolia (Symbol)

Wegen Beleidigung und Sachbeschädigung verurteilte die Richterin einen 31-jährigen Wolfsburger zu einer Geldstrafe von 1800 Euro. Der Angeklagte gestand die Taten.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, seinen damaligen Vermieter innerhalb eines Streits beleidigt zu haben. Außerdem soll er mit einem Stock gegen ein Fenster der Mietwohnung geschlagen haben und dieses dabei beschädigt haben.

„Es ist richtig, dass ich ihn beleidigt habe“, gab der Angeklagte unumwunden zu. Bevor er an jener Adresse eingezogen war, sei er noch berufstätig gewesen. Dann habe er seine Arbeit verloren und auch mit dem Vermieter habe es Probleme gegeben. „Er hat versucht, mir Warmwasser und die Heizung abzustellen“, sagte der 31-Jährige. „Außerdem hat er versucht, die anderen Nachbarn gegen mich aufzuhetzen.“ An jenem Tag sei ihm dann der Kragen geplatzt, so dass er ihn beleidigt habe. Das Fenster habe er nur zugeschubst, aber dabei sei eine Scheibe der Doppelverglasung kaputt gegangen.

"Job durch Faulheit verloren"

Inzwischen ist der 31-Jährige ausgezogen und lebt an einer neuen Adresse. Dass er seinen Job durch Faulheit verloren habe, gab er genauso zu, wie dass er in der alten Wohnung immer mal wieder zu laut gewesen sei.

„Es war nicht das erste Mal“, berichtete der 52-jährige Vermieter von dem Tattag. Schon häufiger habe es mit dem 31-Jährigen zuvor Ärger gegeben. „Teilweise haben wir zweimal in der Nacht die Polizei gerufen“, sagte er. An jenem Tag habe er versucht, sich nicht von dem Angeklagten provozieren zu lassen, obwohl dieser ihn beleidigt habe. Zudem habe er einen Teil des Stuhls abgebrochen und damit gegen die Scheibe geschlagen. Das Fenster sei bis heute nicht repariert. Ein Kostenvoranschlag für die Reparatur liege bei 700 Euro.

Vermieter reichte Räumungsklage ein

Bei seinem Auszug habe der 31-Jährige die Schlüssel nicht abgegeben. „Er kommt immer noch ab und zu, um Schaden anzurichten“, sagte der 52-Jährige. Erst im November sei er zuletzt da gewesen. Da habe er noch einmal eine Glastür kaputtgeschlagen. „Ich habe Räumungsklage eingereicht, aber er hat sich nicht zurückgemeldet“, schilderte er das Geschehen der vergangenen Monate.

Einige Schlüssel habe er an der Tür stecken lassen, den Hausschlüssel habe er irgendwann verloren, sagte der Angeklagte, der derzeit wegen Körperverletzung noch unter Bewährung steht. Insgesamt 21 Einträge gibt es für ihn im Bundeszentralregister. Immer wieder hat er sich wegen Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung und anderer Delikte strafbar gemacht.

Richterin: Sie müssen sich besser zügeln

„Sie müssen sich besser zügeln“, gab ihm die Richterin mit auf den Weg. „Sie stehen unter Bewährung, das können Sie sich nicht leisten. Das muss mal aufhören.“

Zwar könne man mit seinem Vermieter streiten, jedoch gehörten Beleidigungen und Sachbeschädigungen dort nicht hin. „Man hat seinen Vermieter mit Respekt zu behandeln“, sagte die Richterin.

Lesen Sie mehr:

Drei Anklagen wegen Mordes nach Tod von junger Schöningerin

Mord im Wolfsburger Bordell: Warum musste Romery sterben?

Fünffach-Mord in Braunschweig: Familie aus Geldgier ausgelöscht

Diese Crime-Podcasts behandeln auch das Braunschweiger Land

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder