Denkmalschutz

Neue Ideen für den Billen-Pavillon in Wolfsburg

| Lesedauer: 2 Minuten
Hochschulprofessorin Tatjana Sabljo, Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, Denkmalpflegerin Nicole Froberg und Hochschulprofessorin Suzanne Koechert mit den Studierenden bei der Abschlusspräsentation im Alvar-Aalto-Kulturhaus.

Hochschulprofessorin Tatjana Sabljo, Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, Denkmalpflegerin Nicole Froberg und Hochschulprofessorin Suzanne Koechert mit den Studierenden bei der Abschlusspräsentation im Alvar-Aalto-Kulturhaus.

Foto: LARS LANDMANN

Wolfsburg.  Das Forum Architektur zeigt studentische Konzepte für eine Gastronomie in dem Baudenkmal. Es gibt eine digitale Präsentation.

Zwölf Studierende am Studiengang Innenarchitektur der Hochschule Hannover haben sich auf Einladung der Stadt Wolfsburg mit der Zukunft des Billen-Pavillons auseinandergesetzt. Professorin Suzanne Koechert und Nicole Froberg, Leiterin des Fachgebiets Denkmalschutz und Baukultur in Wolfsburg, hatten die fiktive Aufgabe formuliert, eine gemischte Nutzung für Gastronomie, Büro und Kultur zu planen, wie die Stadt Wolfsburg mitteilt.

Bis zum 20. Februar werden die Arbeiten im Alvar-Aalto-Kulturhaus gezeigt

Das Forum Architektur macht jetzt die Ergebnisse sichtbar: Bis zum 20. Februar werden die Arbeiten wechselnd in einer Schaufensterausstellung im Alvar-Aalto-Kulturhaus, Porschestraße 51, gezeigt. Darüber hinaus erläutern die Studierenden ihre Entwürfe am Donnerstag, 17. Februar, von 17 bis 18.30 Uhr in einer digitalen Präsentation, an der auch Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide teilnehmen wird. Eine Anmeldung ist möglich per E-Mail an forum.architektur@stadt.wolfsburg.de.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Naturstein Billen am Wolfsburger Maybachweg entstand 1959 nach dem Vorbild des Barcelona-Pavillons von Ludwig Mies van der Rohe als transparente und lichtdurchflutete Architektur aus Stahl, Glas und herausragenden Natursteinelementen. Seit zehn Jahren steht das Gebäude aufgrund seiner Gestaltung und der stadtgeschichtlichen Bedeutung des Unternehmens unter Denkmalschutz.

Im Zusammenspiel mit den Neubauten gibt es vielleicht die Chance einer Revitalisierung

Der Leerstand seit dem Rückzug des Unternehmens 2010 hat inzwischen Spuren hinterlassen; gesucht wird eine neue Nutzung. 2019 hatte der privat initiierte „Billen-Kultursommer“ vier Wochen lang das Gebäude mit Ausstellungen und Veranstaltungen bespielt. Fast 1000 Besucherinnen und Besucher ließen sich damals von den besonderen Räumen überzeugen und diskutierten Möglichkeiten einer kulturellen Nutzung. Seit 2020 wird der Pavillon zwischengenutzt als Baustellenbüro für die Umsetzung des Berliner Hauses, eines Büro- und Hotelkomplexes in unmittelbarer Nachbarschaft. „Durch den neuen Hotel- und Bürostandort und die zunehmende Veränderung des umgebenden Gewerbegebiets wandelt sich aktuell der Charakter des Orts und bietet im Zusammenspiel mit den Neubauten vielleicht die Chance für eine Revitalisierung“, erläutert Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. „Wir sind von einer kombinierten Nutzung ausgegangen, die einzeln betrieben werden kann, sich aber sinnvoll ergänzt“, stellt Suzanne Koechert dar. Der Schwerpunkt lag auf der Gastronomieplanung.

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