Wolfsburgs Sport

Hallensperrung: Politik und Verein treffen sich kurzfristig

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Volle Ränge: Erst kürzlich fand das Handball-Stadtderby zwischen Fallersleben und Vorsfelde in der Halle am Windmühlenberg statt.

Volle Ränge: Erst kürzlich fand das Handball-Stadtderby zwischen Fallersleben und Vorsfelde in der Halle am Windmühlenberg statt.

Foto: Archiv: Helge Landmann / regios24

Wolfsburg.  Das kommt zur Unzeit. Auf unbestimmte Zeit muss die Sporthalle Windmühlenberg, Teil West, gesperrt werden. Der Grund: Asbest.

Gerade erst konnte die Stadt die Sporthalle an der Dieselstraße, in der vorübergehend Ukraine-Flüchtlinge untergebracht werden mussten, wieder freigeben. Da steht die Sportverwaltung vor der nächsten Herausforderung: Die Halle West im Sportzentrum am Windmühlenberg in Fallersleben musste von jetzt auf gleich gesperrt gemacht werden. Der Grund: Asbest, das bei Wartungsarbeiten entdeckt wurde. Alternativen für den Sportbetrieb - kürzlich fand erst der Handball-Pokalknaller zwischen Fallersleben und Vorsfelde in der Halle, die eine große Tribüne hat, statt - müssen so schnell wie möglich gefunden werden.

Die Sperrung gelte zunächst für unbestimmte Zeit, hatte die Verwaltung in knapper Mitteilung am Donnerstagabend mitgeteilt. Die Halle am Windmühlenberg zählt zu den in den 70er Jahren gebauten Sporthallen in der Stadt. Bei routinemäßigen Wartungsarbeiten an der Lüftungsanlage war jetzt Asbest gefunden worden.

Asbest, früher als „Wunderfaser“ gepriesen, weil es eine große Festigkeit besitzt, hitze- und säurebeständig ist und dämmt, wurde später als extrem gesundheitsgefährend (krebserregend) erkannt. In Deutschland ist es seit den 90er Jahren verboten. Die Entsorgung, muss auf äußerst sorgfältige und aufwendige Art erfolgen. Die Gefahr besteht darin, dass sich Fasern freisetzen und eingeatmet werden können. Eine Reihe von Gebäuden in Wolfsburg, die in den 70er Jahren entstanden sind, mussten in der Vergangenheit bereits Asbest-saniert werden.

Ortsbürgermeister, Sportausschussvorsitzender und VfB-Fallersleben wollen sich Freitagabend vor Ort treffen, um Schritte zu planen. Die Stadtverwaltung wiederum ist gefordert, so schnell wie möglich ihre Hallen-Belegungspläne zu ändern und den Nutzergruppen Alternativen anzubieten.

Die notwendige Sperrung kommt zur Unzeit, nach der Pandemie war die Freude im Sport über den Normalbetrieb, der jetzt wieder aufgenommen werden konnte, riesig gewesen.

Vor wenigen Wochen hatte erst das große Stadtderby zwischen dem VfB Fallersleben und dem MTV Vorsfelde vor vollen Rängen in der Halle stattgefunden. Und auch für etliche weitere Sportarten ist die Halle mit den Zuschauerrängen immer wieder Ziel.

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