Mehrzweckhalle in Reislingen: Abriss des Anbaus startet

Reislingen.  Der Sportbetrieb in der alten Halle im Bötzel in Reislingen läuft weiter, während die neue Sporthalle auf dem Gelände daneben entsteht.

Die Zäune, die den Baustellenverkehr und den der aktuellen Hallennutzer regeln sollen, stehen  bereits. Links im Bild ist noch der alte Anbau zu sehen, der jetzt entkernt und abgerissen wird. Die große Halle (vorn) bleibt stehen, bis die neue fertig ist.

Die Zäune, die den Baustellenverkehr und den der aktuellen Hallennutzer regeln sollen, stehen bereits. Links im Bild ist noch der alte Anbau zu sehen, der jetzt entkernt und abgerissen wird. Die große Halle (vorn) bleibt stehen, bis die neue fertig ist.

Foto: Helge Landmann / regios24

Jetzt ist es soweit, die Abrissarbeiten an der Mehrzweckhalle im Bötzel beginnen, im ersten Abschnitt ist der Anbau dran. Auf dem Gelände, das dann frei wird, soll die neue Sporthalle entstehen. Der Betrieb in der alten Halle läuft weiter.

Für Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Friedrichs ist der Hallenneubau eines der Highlights der kommenden Zeit. Man sei sehr froh, dass der Bau nach jahrelangem Hin- und Her und etlichen Wiederholungsanträgen des Ortsrates nun komme – zumal in Zeiten, wo sich die Stadt unter großem Spardruck sehe.

„Zunächst wird der südliche Gebäudekomplex, da wo sich bisher Kegelbahn und Schießstandanlage im Untergeschoss, sowie die Gaststätte und die Hausmeisterwohnung im Erdgeschoss befanden, abgerissen“, teilt Monia Meier von der Stadtpressestelle mit. In der zweiten Januar-Woche geht es zunächst um die Entkernung. „Bis spätestens Mitte März soll der Abriss des Gebäudekomplexes abgeschlossen sein.“

An der Stelle soll dann die neue Halle entstehen. Im August, September 2021 sollen die ersten Sportler ihr neues Areal in Besitz nehmen können. Wann der zweite Bauabschnitte mit Abriss der alten Halle gestartet wird, steht noch nicht fest. Gymnastikbereich, Räume für Gerätschaften und Schiedsrichterbereich sollen hinzukommen.

Sanierung oder Abriss, dies waren die Alternativen gewesen, vor denen die Stadt mit Blick auf die Halle stand. Nach Gutachten und ausführlicher Prüfung entschied man sich für letztere Variante, zudem für eine besonders attraktive: Die alte Halle bleibt nutzbar, der Sport- und Veranstaltungsbetrieb wird so lange aufrecht erhalten, bis die neue Anlage bezugsfertig ist. In Sachen Gestaltung und Inhalten hat der Sportverein FC Reislingen eng mit der Stadt kooperiert. Das Projekt Mehrzweckhalle läuft im Sportstättensanierungsprogramm der Stadt. Veranschlagte Kosten: 4,1 Millionen Euro.

Die alte Anlage war Anfang der 70er Jahre gebaut worden und hatte in den vergangenen Jahren mehr mehr unter Reparaturdruck gestanden. Leitungen, Sanitäranlagen, Heizung hätten ganz erneuert werden müssen. Die Anlage hat bisher Ölheizung, die Mehrzweckhalle wird durch Deckenstrahler beheizt. Künftig wird das Areal ans Fernwärmenetz angeschlossen. 2015 waren alle Planungen für einen Neubau der Dieselkrise und dem einhergehenden Sparprogramm im Stadthaushalt geopfert worden. Nun soll das Projekt auf der Prioritätenliste umgesetzt werden. Friedrichs, früher auch Vorsitzender des FC Reislingens, hofft auf neuen Schwung und Mitgliederzuwachs für den Sportverein. Neue Anlagen seien ja auch immer ein attraktiver Punkt, zudem wachse die Bevölkerung ja auch. In Reislingen selbst wird derzeit das Wohnungsbaugebiet Wiesengarten umgesetzt, im Umkreis gibt es weitere.

Neben dem Sportverein mit seinen 700 Mitgliedern sind es weitere Gruppen und Veranstalter, darunter auch die Stadt Wolfsburg, die die Halle bisher nutzt.

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