Coronatest bei VW – nach 24 Stunden herrscht Klarheit

Wolfsburg.  In Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Klinikum werden die Abstriche von Mitarbeitern schnell untersucht.

Die Container werden derzeit am Werk aufgestellt.

Die Container werden derzeit am Werk aufgestellt.

Foto: Volkswagen AG

Volkswagen bereitet sich in der letzen Urlaubswoche darauf vor, den Mitarbeitern die Gelegenheit für freiwillige Coronatests zu ermöglichen. Die ersten beiden dieser „Walk-through“-Container sind bereits auf Parkplätzen des Stammwerkes aufgestellt worden. Zu Beginn der Werksferien habe sich die Infektionslage auf einem guten Niveau befunden, hatte das Unternehmen damals mitgeteilt. Nun geht es darum, nach der Rückkehr der Mitarbeiter diese Ausgangslage zu halten. Denn das Wolfsburger Werk befindet sich in Phase 3 der unternehmensintern geregelten Schutzbestimmungen. Sie ermöglicht bereits ein ziemlich hohes Produktionspensum.

Spätestens nach 24 Stunden sollen die Testergebnisse vorliegen

Um den Kampf gegen das Virus weiter zu unterstützen, können sich Beschäftigte von Volkswagen künftig freiwillig auf das Covid-19-Virus testen lassen. Das Testangebot gilt vorerst für alle Volkswagen-Beschäftigten, die Corona-spezifische Symptome haben. So wurde es vor über zwei Wochen kommuniziert. Bezahlt werden die Tests vom Unternehmen.

Speziell geschulte medizinische Fachkräfte des Gesundheitswesens werden die nötigen Rachenabstriche entnehmen. Spätestens nach 24 Stunden soll das Ergebnis dann vorliegen, so Volkswagen. Die Tests werden ausschließlich nach telefonischer Voranmeldung in den Containern möglich sein. Das Gesundheitswesen nutze medizinische Informationssysteme, die mit dem Konzern-Datenschutz abgestimmt seien.

Infektionen sollen möglichst schnell erkannt werden

Das Volkswagen Gesundheitswesen hat gemeinsam mit dem Klinikum Wolfsburg ein Testzentrum aufgebaut, um die Laborkapazität zur Auswertung der Rachenabstriche zu gewährleisten. Dem Betriebsrat war wichtig, dass die Tests außerhalb des Werkgeländes stattfinden. Die Arbeitnehmervertreter wiesen zudem darauf hin, dass der Test „freiwillig und unabhängig davon möglich ist,ob die Symptome erstmals im Privaten oder bei der Arbeit auftreten“.

„Für Volkswagen hat der Gesundheitsschutz unserer Kolleginnen und Kollegen weiter höchste Priorität. Sollte es zu einer möglichen zweiten Corona-Welle kommen, wollen wir mit dem Testangebot dafür bestmöglich vorbereitet sein“, sagt Personalvorstand Gunnar Kilian. „Ziel ist es, Infektionen sehr früh zu erkennen und gezielt eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das ist eine Grundvoraussetzung, um die Gesundheit der Belegschaft zu schützen und keinen erneuten Lockdown fürchten zu müssen.“

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