VW-Vorstand mahnt Coronadisziplin an

Wolfsburg.  Angesichts steigender Corona-Zahlen und 80 Mitarbeitern aus dem VW-Werk Emden in Quarantäne empfiehlt Gunnar Kilian die Nutzung der Corona-Warn-App.

Während des ersten Shutdowns hat Volkswagen in seinen Werken die Arbeitsbedingungen und Schutzvorschriften angepasst. Alle Beteiligten müssten wachsam und vorsichtig bleiben, mahnt Personalvorstand Gunnar Kilian.

Während des ersten Shutdowns hat Volkswagen in seinen Werken die Arbeitsbedingungen und Schutzvorschriften angepasst. Alle Beteiligten müssten wachsam und vorsichtig bleiben, mahnt Personalvorstand Gunnar Kilian.

Foto: Matthias Leitzke Volkswagen AG

Ein Gespenst geht um bei Volkswagen: Angesichts steigender Covid-19-Infektionszahlen, der beginnenden Grippesaison und den bevorstehenden Herbstferien wächst die Sorge, dass es zu einem zweiten Lockdown kommen könnte. Zwar fühlt sich das Unternehmen durch die diversen Schutzmaßnahmen relativ gut vorbereitet. Die Infektionsfälle im Emder Werk, in deren Folge über 80 Mitarbeiter/innen in Quarantäne geschickt werden mussten, hat Personalvorstand Gunnar Kilian bewogen, auf LinkedIn einen eindringlichen Appell an die Belegschaften zu richten.

„Wir dürfen nicht nachlässig werden“

„Die aktuell weltweit steigenden Covid-19-Infektionszahlen zeigen leider mit aller Deutlichkeit: Im Kampf gegen die Coronapandemie müssen wir weiter gemeinsam handeln. Wir dürfen gerade jetzt zum Start der Grippe- und Erkältungssaison nicht nachlässig werden. Das heißt: Unser persönliches Gefährdungsempfinden darf einfach nicht sinken. Nur wenn sich alle weiterhin auch an die teils unbeliebten Anti-Corona-Maßnahmen halten, können wir den negativen Trend der Pandemieentwicklung aufhalten“, schreibt der Manager.

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Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend

Im Frühjahr hatte Volkswagen die Auswirkungen der ersten Welle massiv zu spüren bekommen. Die Produktion ruhte mehrere Wochen und konnte erst nach dem aufwendigen Umbau mancher Bereiche und unter strengen Hygieneregeln wieder langsam hochgefahren werden. Ein zweiter Shutdown würde gravierende wirtschaftliche Folgen haben.

Ein sicheres Arbeitsumfeld gewährleisten

Kilian mahnt deshalb Disziplin an: „Bei Volkswagen setzen wir daher weiterhin konsequent alles daran, ein sicheres Arbeitsumfeld für unsere weltweit mehr als 670.000 Kolleginnen zu gewährleisten und unsere Maßnahmen weiter hochzuhalten, um die Ausbreitung des Virus und damit auch einen zweiten Shutdown zu vermeiden. Dazu ergreifen wir alle notwendigen Schritte. Meine Bitte an uns alle: Lassen Sie uns auch in Zukunft an die Schutzmaßnahmen halten und nutzen Sie digitale Tools wie die Corona-Warn-App. So schützen Sie nicht nur sich, sondern auch Ihre Mitmenschen.“

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