VW erklärt die Schichtabsagen in Wolfsburg

Wolfsburg.  Wegen Corona sind einige Händlerbetriebe in Europa geschlossen. Auch die komplexe Lieferkette ist betroffen.

Autos wurden zuletzt im Stammwerk in hoher Stückzahl gefertigt. Es gibt aber offenbar Probleme bei der Auslieferung durch Händlerbetriebe in einigen europäischen Märkten, teilte das Unternehmen mit.

Autos wurden zuletzt im Stammwerk in hoher Stückzahl gefertigt. Es gibt aber offenbar Probleme bei der Auslieferung durch Händlerbetriebe in einigen europäischen Märkten, teilte das Unternehmen mit.

Foto: Kai-Uwe Knoth/Volkswagen AG

Volkswagen hat sich erstmals offiziell zu den Gründen für die derzeit instabile Fahrweise im Wolfsburger Stammwerk geäußert. Viele der ursprünglich angesetzten Sonderschichten wurden inzwischen wieder abgesagt. Das hatte zu Verwirrung geführt, weil das Markenmanagement zugleich immer wieder betonte, dass die Absatzlage nicht schlecht sei.

Handelsbetriebe in manchen Märkten geschlossen

Der entscheidende Punkt ist laut einer Unternehmensmitteilung die prekäre Situation vieler Handelsbetriebe der Marke VW in Europa. „Aufgrund der Auswirkungen der Covid19-Pandemie und den daraus folgenden Maßnahmen wurden in einigen Märkten die Handelsbetriebe geschlossen - eine große Herausforderung für unsere Händler. So kommt es unter Umständen in diesen Staaten zu Reduzierungen bis hin zu vorübergehenden Stopps der Auslieferungen“, schreibt das Unternehmen.

Engpässe bei den globalen Lieferketten

Fehlender Teilemangel aufgrund gestörter globaler Lieferketten trägt allerdings wohl zusätzlich zur schwierigen Produktions- und Personalplanung zu. Dazu heißt es: „Der Volkswagen-Konzern passt wie üblich die Fertigung in den Werken flexibel an - in Hinblick auf Fahrweisen, Schichtpläne und Produktionsprogramme. Auch kurzfristig auftretende Engpässe in unseren globalen, komplexen Versorgungsketten können vereinzelt eine Anpassung der Produktion erfordern. Diese Fahrweise auf Sicht stellt für die Beschäftigten in der Produktion eine besondere Herausforderung dar. Darauf reagieren die Teams mit großer Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Das ist beispielhaft in dieser Situation.“

Auch im Dezember bleibt die Lage unsicher

Es ist davon auszugehen, dass die allgemeine Covid-Situation in Deutschland und Europa sich auch im letzten Monat des Jahres nicht gravierend ändern wird. Welche Auswirkungen im Dezember das genau haben wird, ist noch nicht klar. Mit weiteren Einschränkungen der Produktion und einem früheren Beginn der Weihnachtsferien ist allerdings zu rechnen. Auch andere Automobilproduzenten haben bereits entsprechend reagiert.

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