Wie Bakterien beim Plastikrecycling helfen

Braunschweig.  Am Freitag präsentieren Schüler aus unserer Region ihre Arbeiten im Regionalwettbewerb „Jugend forscht“.

Hamza Touati ging im vergangenen Jahr bei „Jugend forscht“ mit seiner I-Wespe ins Rennen.

Hamza Touati ging im vergangenen Jahr bei „Jugend forscht“ mit seiner I-Wespe ins Rennen.

Foto: Andreas Eberhard

Eine Alternative für herkömmliche Grillkohle gefällig? Oder wie wäre es mit „Plastik wiederverwerten durch den Einfluss von Bakterien“? Die Liste der innovativen und kreativen Projekte für den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ ist lang: Insgesamt 65 Projekte gehen in diesem Jahr an den Start. Am 28. Februar präsentieren die Schüler aus Braunschweig und der Region ihre Arbeiten in den Räumen der Landessparkasse in der Dankwardstraße. Das Motto für 2020: „Schaffst Du!“

„Das sind tolle Arbeiten, die an diesem Tag nach außen transportiert werden“, freut sich Patenbeauftragte Insa Heinemann von der Braunschweigischen Stiftung. Die Projekte gehören zu den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik, Mathematik/Informatik, Technik und Geo- und Raumwissenschaften.

In den vergangenen Monaten tüftelten die Schüler an ihren Werken. Nun präsentieren sie ihre Projekte an eigenen Ständen: Versuche sind unter anderem zu sehen, auf Plakaten wird das Projekt beschrieben – alles, um die insgesamt 40-köpfige Jury von der Arbeit zu überzeugen und damit nicht nur zu gewinnen, sondern auch den Sprung zum Landeswettbewerb zu schaffen.

Die Experten sind oftmals Lehrer. Andere Spezialisten kommen aber aus der Forschung und Entwicklung. „Die Forschungsregion hat extrem viel zu bieten. Davon profitieren wir hier und das ist ein toller Nebeneffekt“, betont Friedemann Schnur von der Braunschweigischen Stiftung, die den Regionalwettbewerb seit einigen Jahren federführend organisiert und auf diese Weise die Kreativität und das Engagement der jungen Menschen fördern möchte.

Die Fachjury besichtigt und bewertet die Stände schließlich. „Für die Teilnehmer ist das ein aufregender und besonderer Tag“, betont Heinemann. So üben die Kinder und Jugendlichen unter anderem, sich zu präsentieren. Die jüngeren Teilnehmer starten in der Sparte „Schüler experimentieren“. Sind sie 15 Jahre und älter, dann sind sie bei „Jugend forscht“ vertreten.

Ihnen zur Seite stehen oft ihre Lehrer, die in den vergangenen Monaten auch ihre Motivatoren waren. „Sie sind häufig große Unterstützer. Das ist ein wichtiger Faktor“, betont Schnur. Dafür gibt es übrigens extra Fortbildung für die Lehrer.

Neben vielen teilnehmenden Braunschweiger Gymnasien wie der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule oder dem Gymnasium Kleine Burg sind dieses Mal auch viele Projekte aus Wolfsburg oder Göttingen vertreten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder