Neue Intensivstation in Goslarer Harzklinik

Goslar.  Der Landkreis Goslar kann sich über eine hochmoderne Abteilung auf 1000 Quadratmetern für bis zu 21 Patienten freuen.

Stefan Stagge, Stationsleiter der neuen Intensivstation. Sie ist unter anderem mit modernster Medizintechnik ausgestattet.

Stefan Stagge, Stationsleiter der neuen Intensivstation. Sie ist unter anderem mit modernster Medizintechnik ausgestattet.

Foto: Privat

Die Asklepios-Harzkliniken haben am Standort in Goslar eine neue, interdisziplinäre Intensivstation eröffnet: Sie befindet sich in nach höchstem architektonischen Standard errichteten, großzügigen, lichtdurchfluteten Räumen und ist mit neuester, hochwertiger Medizintechnik ausgestattet, teilt das Unternehmen mit. Die hochmoderne Abteilung auf 1000 Quadratmetern kann nunmehr gleichzeitig bis zu 21 schwerkranke Patienten betreuen. Da jeder Bettplatz mit einem Beatmungsgerät und der entsprechenden Überwachungseinheit ausgestattet ist, können jetzt doppelt so viele schwerkranke Patienten behandelt werden.

Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk besichtigte die neue Intensivstation. Asklepios verstärkt damit gerade in der weltweiten Corona-Pandemie die Intensivkapazitäten massiv. Jährlich wurden bisher insgesamt rund 3000 Patienten auf der Intensivstation am Klinik-Standort in Goslar versorgt. „Die neue Intensivstation ist nicht nur ein großer Gewinn für den Gesundheitsstandort Goslar und seine Bürgerschaft, sondern stärkt die ganze Region“, sagte Junk bei der Besichtigung. „Gerade in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie ist dies ein besonders wichtiger Beitrag.“ Unter den Corona-Beschränkungen war es ein kurzer Rundgang im kleinsten Kreis. Junk war anlässlich der Aufsichtsratssitzung der Asklepios-Harzkliniken GmbH zu Gast, unlängst wurde er als neues Mitglied in das Gremium berufen.

Intensivstation ist Teil eines neues Gebäudekomplexes – 10 Millionen Euro Kosten

Die neue Intensivstation, die die alte im Hauptgebäude ablöst, ist in einem nun kernsanierten und modernisierten Gebäudekomplex untergebracht. In dem Gebäudeteil, der jetzt umgebaut wurde – in Blickrichtung auf den Haupteingang, rechts im Haus – war früher unter anderem jahrelang die Geburtshilfeabteilung, diese zog bereits Ende 2016 in neue, für eine halbe Million Euro modernisierte, Räumlichkeiten im Hauptgebäude. In diesen Klinikkomplex zogen nun unter anderem auch eine onkologische Station ein (dort werden an Krebs erkrankte Menschen behandelt), die Physiotherapie und die Apotheke am Krankenhaus. Insgesamt haben die Asklepios-Harzkliniken in dieses Bauprojekt mit Eigenmitteln mehr als zehn Millionen Euro investiert. Nach knapp zwei Jahren Umbauzeit wurde der Gebäudetrakt nun bezogen.

Professor Jörn Heine, Ärztlicher Direktor der Harzkliniken, sagte: „Mit der neuen interdisziplinären Intensivstation haben wir einen weiteren Meilenstein in unserem Leistungsangebot erreicht und sind insbesondere für die aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie bestens gewappnet. Wir können jetzt bis zu zehn beatmete Patienten gleichzeitig isolieren. Dies ist bei der hochinfektiösen Covid-19-Erkrankung besonders wichtig, um die anderen Patienten wie auch unsere Mitarbeiter maximal schützen zu können.“ Der Vorteil: „Spezialisten aus unterschiedlichen Fachrichtungen betreuen hier die Patienten fachübergreifend und gemeinsam auf einer Station“, erläutert Stefan Stagge, Stationsleitung der interdisziplinären Intensivstation. Früher waren die Intensiv-Einheiten fachlich als auch räumlich getrennt: in einer anästhesiologisch geführten Station für alle operative Fächer und – zwei Stockwerke darüber – in einer internistischen Intensivstation für alle nicht operativen Fächer, wie etwa für herzkranke Patienten.

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