DS-GVO

Seit dem 25. Mai kann sich niemand mehr dagegen wehren: Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) gilt einheitlich in der EU. Davon sind nicht nur Daten-Kraken wie Google oder Facebook betroffen. Jeder Sportverein muss sich den neuen Regeln unterwerfen. Wie groß das Interesse an der Problematik ist, zeigte ein überfüllter Saal bei einem Qualifix-Seminar der Kreissportbünde Hildesheim, Peine und Salzgitter. Ob mit den dort gegebenen Informationen die Vereinsvorstände ruhiger schlafen, bleibt fraglich. Da fast jeder Verein seine Mitglieder per EDV verwaltet, sind auch alle betroffen. Vereine mit mehr als 500 Mitgliedern werden in der Regel auch einen Datenschutz-Beauftragten benennen müssen. Angesichts der Anforderungen, die an dieses Amt gestellt werden, liegt hier ein richtiger Stolperstein. Unbenommen ist, dass Datenschutz ein hohes Gut ist. Nur, dass man mit der neuen Verordnung kleine, ehrenamtlich geführte Vereine mit weltweit agierende Konzernen über einen Kamm schert, schießt über das Ziel hinaus. Vereinsvorstände machen dies nicht hauptberuflich, müssen aber so handeln, als wäre das der Fall. Dass erste Vorstände schon zurückgetreten sind, um juristischen Fallstricken zu entgehen, gibt zu denken.

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